Kurze Antwort: Ja. CBD als Inhaltsstoff in kosmetischen Produkten — Balsam, Cremes, Öle, die auf die Haut aufgetragen werden — ist in der EU und in Schweden legal, sofern drei Bedingungen erfüllt sind: Das CBD stammt aus Industriehanf oder wird synthetisch hergestellt (kein Extrakt und keine Tinktur aus Cannabis), das Produkt ist im EU-Kosmetikportal CPNP notifiziert, und es wird ohne medizinische Aussagen vermarktet.

Was das EU-Recht sagt

Kosmetika werden in der gesamten EU durch die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 geregelt. Anhang II der Verordnung verbietet Betäubungsmittel in Kosmetika — doch der Europäische Gerichtshof hat im sogenannten Kanavape-Urteil (C-663/18) festgestellt, dass CBD kein Betäubungsmittel ist, da der Stoff nach dem verfügbaren Stand der Wissenschaft keine psychoaktive Wirkung hat. Verboten ist CBD, das als Extrakt, Tinktur oder Harz aus Cannabis gewonnen wird — CBD aus den Samen und Blättern des Industriehanfs oder synthetisches CBD ist zulässig.

In der EU-Inhaltsstoffdatenbank CosIng ist Cannabidiol mit kosmetischen Funktionen wie antioxidativ und hautpflegend gelistet.

Was in Schweden gilt

Schweden folgt der EU-Kosmetikverordnung; zuständige Aufsichtsbehörde ist die schwedische Arzneimittelbehörde Läkemedelsverket. Zwei Dinge sind dabei wichtig zu wissen:

THC wird streng beurteilt. Schweden vertritt eine der strengsten Haltungen Europas gegenüber THC. Industriehanf wird in der EU mit höchstens 0,3 % THC in der Kultur angebaut, und in einem seriösen kosmetischen Endprodukt muss der THC-Gehalt vernachlässigbar sein. Deshalb arbeiten seriöse Hersteller mit chargenweisen Laboranalysen — fragen Sie immer nach der Dokumentation.

Keine medizinischen Aussagen. Ein kosmetisches Produkt darf kosmetische Funktionen beschreiben — spendet Feuchtigkeit, macht die Haut geschmeidig, sorgt für ein kühlendes Gefühl — aber niemals behaupten, dass es Beschwerden oder Krankheiten behandelt, lindert oder ihnen vorbeugt. Ein Produkt, das mit medizinischen Versprechen vermarktet wird, gilt als Arzneimittel und darf dann ohne Zulassung nicht verkauft werden.

So kaufen Sie sicher ein

  • Prüfen Sie, ob das Produkt eine vollständige INCI-Liste (Liste der Inhaltsstoffe) hat
  • Fragen Sie, ob das Produkt CPNP-notifiziert ist und eine verantwortliche Person in der EU benannt hat
  • Wählen Sie Marken, die Analysen unabhängiger Labore für ihre Chargen vorlegen können
  • Seien Sie skeptisch gegenüber Produkten, die medizinische Wirkungen versprechen — das ist sowohl illegal als auch ein Warnsignal für die Qualität insgesamt

Die Produkte, die wir bei Helsama ins Sortiment aufnehmen, erfüllen sämtliche Anforderungen: CPNP-notifiziert, nach GMP (ISO 22716) hergestellt und mit vollständiger INCI-Liste verkauft. Lesen Sie mehr über unsere Hautpflegeserie Natural Beauty by Kannavalley.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Rezept für CBD-Creme?

Nein. CBD-Kosmetika sind keine Arzneimittel und werden frei verkauft, genau wie andere Hautpflegeprodukte.

Kann CBD-Balsam einen Rausch auslösen?

Nein. CBD ist nicht psychoaktiv, und Kosmetika werden zudem auf die Haut aufgetragen — sie werden nicht eingenommen.

Ist CBD-Creme dasselbe wie CBD-Öl?

Nein — CBD-Öl wird oral eingenommen und als Lebensmittel reguliert, während CBD-Kosmetika auf die Haut aufgetragen werden und dem Kosmetikrecht unterliegen. Lesen Sie hier mehr über den Unterschied.

Woher weiß ich, dass ein Produkt kein THC enthält?

Über das Analysenzertifikat (CoA) des Herstellers. So lesen Sie ein CoA.

Quellen